Wenn man nun schon einmal nach Gelnhausen kommt, sollte man sich auch die Stadt anschauen, dachten die AsF-Frauen, und ließen sich von Stadtführerin Sonja Funfack die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen: die Kaiserpfalz im pittoresken Stadtteil Burg auf der Kinzig-Insel und den Hexenturm, der an die Gelnhäuser Hexenprozesse erinnert. Natürlich die einzigartige Marienkirche sowie Untermarkt und Obermarkt.
Von dort war der Weg zum Main-Kinzig-Forum nicht weit. Leider war die Zeit für die Besichtigung des repräsentativen Landratsamtes dennoch etwas knapp geworden, aber einen ersten Eindruck von der großzügigen Halle sowie den Sitzungsräumen des Kreisausschusses und des Kreistages, letzterer mit schönem Ausblick über die Kinzigauen, konnte man schon gewinnen.
Dr. André Kavai, Kreisbeigeordneter und auch SPD-Unterbezirksvorsitzender begrüsste die Besucherinnen herzlich. Er hatte zwei Stunden Zeit im Terminkalender freigemacht für dieses Gespräch. Die im Westkreis manchmal immer noch diskutierte Frage über den Umzug des Landratsamtes von Hanau nach Gelnhausen bot erst einmal einen Einstieg in das Gespräch. Hier konnte Dr. Kavai deutlich machen, dass die Kreisverwaltung Dienstleistungen, die die Bürger häufiger in Anspruch nehmen, gerade wegen der Größe des Main-Kinzig-Kreises dezentral organisieren wie z.B. die Kfz-Zulassungsstelle, aber auch Dienststellen des Sozial- und Jugendamtes.
Schwerpunkte des Informationsgespräches waren dann vor allem Fragen des sozialen und Bildungsbereichs: Fragen der Entwicklung der Ganztagsschulen, zum Bildungspaket und Schulstartprogramm für Kinder aus minderbemittelten Familien und zum „Wohnen im Alter, wenn das Geld nicht reicht". André Kavai konnte hier mit zahlreichen Informationen über die Kreisaktivitäten, leider auch über bürokratische Hemmnisse durch Kompetenzüberschneidungen in der Zuständigkeit von Bund, Land oder Kommunen dienen. Auch Hinweise auf Institutionen wie Sozialdienste, Erziehungsberatungsstellen, die Leitstelle für ältere Bürger und Pflegestützpunkte wollen die AsF-Frauen aufnehmen, um sich hier weitere direkte Eindrücke zu offenen sozialen Fragen zu verschaffen.








