Der Startschuss erfolgte im Dezember vor einem Jahr mit dem Beginn der Abrissarbeiten. Vorausgegangen war eine Machbarkeitsstudie, die die Grundlage auch für die Kalkulation der Maßnahme bildete. Alles stand unter hohem Zeitdruck, weil man die Hilfe des Konjunkturförderprogramms nutzen wollte und musste. Ein Kostenrahmen musste schon vor den Planungen für die Umbauarbeiten erstellt werden.
Eine Überraschung der unschönen Art erlebten Baufirma und Bauherr, als sich herausstellte, dass die Gründung der Schwimmhalle auf dem Sand und Schwemmboden der Nidder so instabil war, dass der Aushub der Baugrube für die neue Technikzentrale die Statik der Halle gefährdet. Darum wurde der Einbau einer aufwendigen Pfahlbohrwand neben der Halle erforderlich, die nicht nur erhebliche Mehrkosten sondern zusätzlich einen zeitlichen Verzug im Bauablauf von rund zwölf Wochen verursachte. Die 54 Betonpfähle wurden bis auf eine Tiefe von 9,50 m in die Erde getrieben. Ein Teil der Betonpfähle wurde noch schräg unter die Schwimmhalle vorangetrieben und dort mit einander verankert. Danach konnte die Baugrube für den neuen Technikraum auf eine Tiefe von 4,65m ausgehoben werden.
Der inzwischen über das Rohbaustadium hinaus fortgeschrittene Technikkeller mit einer lichten Raumhöhe von 3,50 m konnte anschließend besichtigt werden, ebenso der darüber liegende Bereich, der Eingang, Kasse und Service-Point, WC-Anlagen und zum Schwimmbad hin noch eine zusätzliche Halle mit Eltern-Kind Becken aufnehmen wird. Der links anschließende neue Umkleidetrakt ist mit dem Einbau der ersten Fenster auch im fortschreitenden Stadium. Dennoch bleibt die Tatsache, dass die erwähnten zwölf Wochen fehlen und sich somit die Wiedereröffnung bis wahrscheinlich Spätfrühling-Frühsommer verzögern wird. Wobei es auch auf die Temperaturen im Winterzeitraum ankommt. Sollte es im Dezember heftige Minusgrade geben und diese sehr lange anhalten, kommt es zu Verzögerungen bei den Innenausbauarbeiten.
Zudem kann auch die Fertigstellung des Baukörpers nicht über die notwendigen umfangreichen Arbeiten hinwegtäuschen, die einmal beim Einbau der Technik und zum anderen bei der Sanierung der großen Schwimmhalle notwendig sind. So muss zum Beispiel die Halle nach den Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes nun (sehr kostenaufwendig) nachgerüstet werden. Da bei dem Einbau des Stahlbeckens mit ätzenden Flüssigkeiten gearbeitet worden ist und die Glasfronten in Mitleidenschaft gezogen wurden müssen diese ausgetauscht werden.
Trotz allem konnte man bei dem Engagement von Bauleitung und Schwimmbadchef den Eindruck gewinnen, dass mit Nachdruck gearbeitet wird, damit Bürger, Vereine und Schulen mit einem überarbeiteten Konzept und optimierten Öffnungszeiten im kommenden Jahr wieder in einem modernen Schwimmbad Bade- und Saunafreuden genießen können.
Ein Tipp: auf der Homepage der Stadt Nidderau sind einige Bilder vom Abriss über die Pfahlgründung bis zum heutigen Baufortschritt anzuschauen.





