„Hierbei geht es vor allem um die Botschaft, dass wir den Lärm nicht auf andere Regionen lenken, sondern insgesamt reduzieren“, erklärten die Fraktionsvorsitzenden. Dabei sollen zwei Effekte genutzt werden: Die Anflugrouten werden schrittweise zum Teil deutlich nach oben versetzt und der leisere Gleitflug soll den Triebwerkslärm insgesamt reduzieren.
Die gemeinsam vom Kreis sowie den Städten und Gemeinden beauftragten Untersuchungen haben bestätigt, dass die ersten Veränderungen bereits kurzfristig eine Entlastung bringen werden. Diese Resultate basieren auf ausführlichen Simulationen mit hohem Verkehrsaufkommen sowie allen gesetzlichen Vorgaben der internationalen Luftfahrtbehörden.
Wie Klaus Schejna, Reiner Bousonville und Jürgen Heim erläutern, soll das Gutachten mit einer klar formulierten Forderung in Kürze auch an den Bundesverkehrsminister gehen. Denn in Berlin sowie beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung in Langen werden die Entscheidungen über die Änderung der aktuellen Flugrouten getroffen. „Hier erwarten wir eine wirksame Unterstützung aller Bundestagsabgeordneten aus der Region“, betonen die Fraktionsvorsitzenden.
Sie verweisen auf das Luftverkehrsgesetz, wonach das Bundesverkehrsministerium als zentrale Genehmigungsbehörde benannt ist. Sowie die Antragsunterlagen des Kreises dort vollständig vorliegen, werde das Verfahren eingeleitet. Dabei müssen noch das Umweltbundesamt und das Justizministerium eingebunden werden. Am Ende wird eine Rechtsverordnung erlassen und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
„Sollte die Entscheidung dann nicht nachvollziehbar oder ungenügend sein, können wir Widerspruch einlegen oder auch den Klageweg beschreiten“, schildern die Fraktionsvorsitzenden die weiteren Optionen. Doch zunächst erwarten sie eine ordnungsgemäße Prüfung durch die verantwortlichen Fachbehörden.




